Gyergyó
Das ist die Heimat der Tannen, das Gebiet des Szeklerlandes, wo es das strengste Wetter gibt. In siebenbürgischem Massstab ist das Gebiet mit den geographischen Anlagen von Comandãu verwandet. Seine Mittelhöhe ü.M. ist 750 Meter. Der Becken ist mit dem nördlichen Abhang von Harghita und mit den Gurghiu-und Gyergyói-Almen umgeben.
Bis zum XIII. Jahrhundert deckten den Becken großenteils Nadelwälder und sumpfige Gebiete. Die Siedlungen enstanden in den geschlossenen und oberen Talen der in Mureº mündeten Bäche. Die ältesten Siedlungen des Beckens sind: Niklasmarkt, Joseni, Lãzarea und Suseni. Die Entwickliung der Siedlungen begann in den XVIII-XX. Jahrhunderten. Langsam veschwanden die Waldflecken in dem Becken, einige sumpfige Gebiete wurden entsumpften und die hin und her fliessenden Flüsse wurden in ein endgültiges Bett geleitet.
“ Das Feld des Gyergyóer Szeklers trägt eng, ihre Weide treibt schwaches Gras, der Wald versichert meistens für ihn die Lebensmöglichket. Der Szekler erntet aus dem Wald – sagten die das Bergsleben von weitem Betrachter.
Ehemals, wenn der Bedarf so wünschte, lieferte er sein Holz als Floss zimmernd, und den Kniff von Mureº bezähmend auch in weite Länder. Der Gyergyóer Floss, als Liefermittel wurde als das größte schwimmende Bauwerk des szeklerischen Floss-Handels in die Fachliteratur eingezogen.
Der Gyergyóer Nadelbaum, wohin er kam, erfreute sich einer großen Nachfrage, denn der auf den wüsten Felsen der Giurgeu Almen gewachsenen Nadelbaum, gemäß des örtlichen Wortgebrauchs “lieber zieht er sich, als breitet sich aus.” Das beduetet, dass der von den steilen Bergseiten herunterlaufende Regen kann für die in die Steine klammernden Wurzel des Nadelbaumes nur wenig Wasser versichern. Wenn der Wald außerdem dicht ist, können die Bäume nur von den Wipfeln Asten bilden. Und das macht es möglich, die Spaltung eines knotenfreien Brettes.
Die praktische Verwendung des Holzes begann immer mit der Ausschneidung des Baumes. Die alten Menschen verehrten und schätzten ihre Umwelt, und sie spähten gründlich die Geheimnisse der Lebenswelt aus. Heute scheint es unglaublig zu sein, dass der Baumaxt früher vor der Ausschneidung des Baums vor ihm niederkniete, bat den Geist des Baumes um Entschuldigung. Alle Momente ihrer Tätigkeit charakterisierte die Ehre für ein umgebrachtes Leben. Sie kannten auch das sehr gut, welcher der entsprechende Zeitpunkt ist, als sich es lohnt, den Baum auszuscheiden. Sie behaupten, wenn es in dem Baum das wenigste Wasser gibt, lohnt es sich den Baum auszuscheiden und diese Zeit ist die Neumondzeit. Der zu dieser Zeit ausgeschnitten Baum hat den niedrigsten Feuchtigkeitsgehalt, die weitere Trocknung ist leichter und später verwirft sich nicht (ändert seine Form nicht).
Ehemals wurde auch der Neugeborene einem jungen, lebenskräftigen Nadelbaum vorgezeigt und er wurde mit dem Baum auf einer Schicksalgemeinschaft gelassen und es wurde gesagt, dass er körperlich und seelisch so wächst, wie der Baum der als Schicksalzeiger des Kindes beobachtet und geehrt wurde. Aber der Szekler setzte in seinem Hof keinen Nadelbaum, weil wie er glaubte, hat der Nadelbaum ein schmerzliches Leben, wenn man aus seiner echten Heimat ausreisst.”
(Quelle: Erdélyi Gyopár 2002/3 - das Blatt des Siebenbürgischen Karpaten Vereins)
|
|